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Radio Slovakia International Nachrichten vom 03.12.05
Visegrader Vier gegen Budgetkürzungen
Außenminister verhandelt in New York
Davis Cup: Nach dem 1. Spieltag unentschieden
Visegrader Vier gegen Budgetkürzungen In der ungarischen Hauptstadt Budapest hat das Treffen des britischen Premierministers Tony Blair mit den Regierungschefs der Visegrader 4 Länder –
Tschechiens, Polens, Ungarns und der Slowakei - stattgefunden. Das einzige Thema der Verhandlungen waren die Pläne Großbritanniens (derzeit EU-Vorsitzland), für ärmere Mitgliedsländer das Budget zu
kürzen. An der anschließenden Pressekonferenz gab der ungarische Premier Ferenc Gyurcsany auch im Namen seiner Kollegen bekannt, daß die Verhandlungen nicht mit einer endgültigen Einigung abgeschlossen
wurden. Doch laut inoffiziellen Informationen seien die Positionen nicht so unterschiedlich, wie ursprünglich angekündigt. Obwohl die Premierminister Tschechiens, Ungarns und Polens den Vorschlag
Großbritanniens hart kritisierten, ist es allen klar, daß ihre Länder noch weniger Geld bekommen würden, falls der Budgetvorschlag bis Jahresende nicht verabschiedet wird. Die Position der Slowakei sei
am nächsten zum Blairs Vorschlag: sie sei mit 90 % zufrieden, kursierte es in den diplomatischen Kreisen. Slowakischer Regierungschef Mikulas Dzurinda betonte, daß man den Vorschlag akzeptieren sollte,
um sich auf die Schöpfung der EU-Finanzmittel vorbereiten zu können. Denn ab Jänner 2006 übernimmt den Vorsitz Österreich, das die Verhandlungen in einer anderen Richtung leiten könnte, fügte Mikulas
Dzurinda hinzu.
Außenminister in der UNO-Zentrale Der Außenminister Eduard Kukan ist am Freitag zu einem 2-tägigen Arbeitsbesuch nach New York abgereist. Beim Treffen mit dem
UNO-Generalsekretär Kofi Annan wird er über die Vorbereitung der Slowakei für den Posten des nichtständigen Mitglieds des UNO-Sicherheitsrates in den Jahren 2006-2007 informieren. Diskutiert werden auch
die Fragen der Terrorbekämpfung und der aktuellen Situation auf dem Balkan. Der Chef der slowakischen Diplomatie wird in der Internationalen UNO-Schule einen Vortrag zum Thema Slowakei in der UNO halten.
Davis Cup-Finale: Slowakei gegen Kroatien Am Freitag, dem 2. Dezember hat in Bratislava das Finale vom Davis Cup Slowakei – Kroatien begonnen. Nach dem ersten Spieltag des 94.
Jahrgangs des prestigen Tennistourniers ist der Stand Kroatien – Slowakei unentschieden 1 zu 1. Das erste Einzel am Freitag gewann gegen den Slowaken Karol Kucera der Kroate Ivan Ljubicic, im zweiten
konnte sich wiederum der Slowake Dominik Hrbaty behaupten. Im 193 Minuten dauernden Spiel besiegte er seinen Kontrahenten aus Kroatien Mario Ancic, indem er alle Sätze klar gewonnen hatte. Für Dominik
Hrbaty ist es der 22. Sieg im Davis Cup-Tournier insgesamt. Am Samstag wird das Finale-Tournier mit dem Doppel fortgesetzt.
Slowakische Währung gestärkt Dank dem Beitritt der Slowakei zum
Europäischen Wechselkursmechanismus II (WKM II) ist der Kurs der Krone gegenüber dem EURO um knapp 80 Heller stärker geworden. Seit Freitag voriger Woche begann die Slowakei, das letzte
Konvergenzkriterium – die Kursstabilität – zu erfüllen. Der Europäische Wechselkursmechanismus II ist die Vorstufe für die Aufnahme des Landes in die Euro-Zone, der die Slowakei 2009 beitreten möchte.
Die Wetteraussichten fürs Wochenende Vorwiegend bewölkt, in den Niederungen Regenschauer, in den Gebirgen Schneefall. Frühtemperaturen zwischen +1 und -4, Tageshöchstwerte von 0 bis 5 Grad.
Aktuelle Wechselkurse 1 EUR - 37,90 1 USD - 32,16 1 CHF - 24,49 1 CZK - 1,31 SKK Angaben ohne Gewähr!
Tagesthema Ab Neujahr steigen die Energie-Preise
Ab
Januar 2006 werden anders als vorhergesagt die Energiekosten – d. h. die Preise für Gas, Heizung, Strom und Wasser - deutlicher wachsen. Auf den Tag genau einen Monat vor Jahresende gab die
Regulierungsbehörde die neuen Preise bekannt. Die Meinungen der Experten, wie dies die Entwicklung der Inflationsrate beeinflussen wird, gehen noch auseinander. Die vorsichtigen Schätzungen sprechen von
einer Inflation von 3,6 bis 6,3 %. Den deutlichsten Preisanstieg wird der Verbrauch des Trink- und Nutzwassers verzeichnen. Landesweit sollen die Preise im Durchschnitt um 23 % wachsen. Somit wird ein
Kubikmeter vom Wasser um 9 Kronen teurer werden. Das Trinkwasser wird um rund 14 % teurer, das Nutzwasser bis um 35 %.
Obwohl die Gaspreise erst im Oktober gestiegen sind, werden sie ab Januar
wieder um weitere rund 6 % höher sein. Die Haushalte, die das Gas nur zum Kochen benutzen, werden am wenigstens dazuzahlen müssen. Diejenige Abnehmer, vorwiegend handelt es sich um Einfamilienhäuser, die
das Gas außer zum Kochen auch zur Wassererwärmung und zum Heizen benutzen, werden deutlich mehr hinblättern müssen.
Am wenigstens werden die Strompreise steigen – slowakeiweit im Durchschnitt um 5
%. Die Heizkosten wurden noch nicht endgültig festgelegt. Es wird erwartet, daß diese um 14 -15 % wachsen werden. Auch das ist ein Grund dafür, daß sich die Ökonomen auf der Entwicklung der
Inflationsrate noch nicht einigen können. Eines steht jedoch fest: bei den steigenden Energiepreisen und beim nur milderen LohnZuwachs wird das Leben in der Slowakei ab Neujahr wieder teurer werden.
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