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Slowakei Informationen von Radio Slovakia International am 01.02.2006
Neuer Verteidigungsminister heißt Martin Fedor
Parlament steht hinter Privatisierung
Karol Beck unter Dopingverdacht
Neuer Verteidigungsminister heißt Martin Fedor Der slowakische Präsident Ivan Gašparovič hat heute einen neuen Verteidigungsminister ernannt. Der 31-jährige Martin Fedor ist damit von der
zweiten Stelle im Ministerium aufgerückt und ersetzt Juraj Liška, der nach dem Absturz einer Militärmaschine zurückgetreten ist. Der vergleichsweise junge Minister könnte, Befürchtungen zufolge, Probleme
mit älteren Generälen haben. Seine Ernennung sei aber auch ein Schachzug zur Gewinnung junger Wähler in den kommenden Wahlen. Der neue Minister gilt als enger Vertrauter des Premiers Mikuláš Dzurinda.
Parlament steht hinter Privatisierung Das slowakische Parlament, der Nationalrat, hat es erneut abgelehnt, die Privatisierung der Flughäfen zu unterbrechen. Den Antrag hatte die Opposition
eingebracht, die eine ausführliche Analyse der zukünftigen Entwicklung der angebotenen Objekte fordert.
Karol Beck unter Dopingverdacht Der zwanzigjährige slowakische Tennisprofi Karol Beck
wurde durch einen Dopingtest schwer belastet. Die Internationale Tennis-Föderation untersucht nun, inwieweit Beck für die Einnahme der illegalen Substanz mitverantwortlich ist. Die Affäre könnte dem Ruf
des slowakischen Tennis beträchtlichen Schaden zufügen, da Beck letztes Jahr zusammen mit Dominik Hrbatý den Einzug ins Finale des Davis Cup errungen hatte.
Slowake in Tunesien freigelassen
Slowakische Diplomaten haben die Freilassung von Robert Ficza aus Nitra erreicht. Ficza war vor zwei Jahren in Tunesien zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Ihm wurden Autodiebstahl und
Kreditkartenmissbrauch zur Last gelegt. Der nun zurück in der Slowakei Eingetroffene berichtet von grausamen Verhältnissen in tunesischen Gefängnissen.
Aus den Regionen Von Donnerstag bis
Samstag wird in Košice der internationale Kongress „Network Intercultural Learning in Europe“ stattfinden. Thematisch geht es um ethnische, religiöse, sprachliche und kulturelle Vielfalt in einem Europa
der Regionen und Nationen. In einem Workshop wird eine interkulturelle Schulung für Immigranten angeboten. Zu der Veranstaltung werden Vertreter aus 24 Ländern Europas erwartet. Mitveranstalter sind
neben der Europäisch-Slowakischen Kulturgesellschaft auch das deutsche Institut für Internationale Kooperation in der Erwachsenenbildung und die Stadt Košice.
Das Wetter am Donnerstag Am
Donnerstag ist es in der Slowakei zumeist bewölkt, Tageshöchsttemperaturen um 1 Grad über Null, Tiefstwerte minus 5 bis minus 10 Grad.
Aktuelle Wechselkurse 1 EUR - 37,37 1 USD - 30,84
1 CHF - 24,04 1 CZK - 1,32 SKK Angaben ohne Gewähr!
Tagesthema
Privatisierung der Güterbahn
Die Privatisierung der wichtigsten beiden slowakischen Zivilflughäfen nähert sich ihrem Abschluss. Nun rückt der nächste große Verkauf von Staatseigentum ins Zentrum der Aufmerksamkeit, und wohl der letzte dieser Regierung: Die Privatisierung der Gütersparte der slowakischen Bahn.
Mit Beginn des Jahres 2005 wurde die slowakische Eisenbahngesellschaft in zwei Teile zerlegt: Auf der einen Seite die Personen-, auf der anderen die Güterbeförderung. Letztere wird unter dem
Namen „Cargo Slovakia“ betrieben. Einziger Aktionär ist bislang das Ministerium für Verkehr, Post und Telekommunikation.
Die Gesellschaft Cargo Slovakia besitzt etwa 800 Lokomotiven mit Depots und
Einrichtungen zur Instandhaltung. Hinzu kommen noch 16 Tsd. Güterwaggons Das genügt zum reibungslosen Betrieb des Frachtgeschäfts durch fast 12 Tsd. Beschäftigte. Der Gesamtwert der Aktiengesellschaft
wird mit 21,7 Mrd. Kronen angegeben, das entspricht etwa 600 Mio. Euro.
Für die Aktiengesamtheit interessieren sich nun drei slowakische Finanzgruppen: Penta, J&T und Slávia Capital. Gestern
haben sie verbindliche Kaufangebote vorgelegt. Die Konsortien werfen dabei ihre begierigen Augen nicht nur auf den Güterbetrieb. Denn die in der Stadt gelegenen Grundstücke eignen sich für den Bau von
Hotels und Business Centers. Die Gruppen Penta und J&T kennen sich bereits von der Privatisierung der Flughäfen, wo Penta mit dem Konsortium TwoOne den Zuschlag erhielt. Im jetzigen Fall der
Güterbahn soll zu 85 % das Kaufangebot und zu 15 % die fachliche Eignung über den Sieg entscheiden
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