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Slowakei Nachrichten vom 02.November 2006
rsi, RSI
Erdgas im kommenden Jahr billiger Der
Preis von Erdgas sollte im kommenden Jahr senken. Wird das Amt für Regulation von Netzwerken den Vorschlag der Slowakischen Gasindustrie billigen, sollte das Erdgas durchschnittlich um 3,1 Prozent
billiger werden, sagte Premier Róbert Fico.
Verhandlungen mit Samsung Wirtschaftsminister ¼ubomír Jahnátek tagt mit der Firma Samsung über eventuelle Investition in Höhe von 16
Milliarden SK. Die Firma sollte in der Slowakei LCD-Bildschirme für Fernseher produzieren. Würde sich die Firma für die Slowakei entschließen, wird die SR der einzige europäische Staat sein, wo diese
Bildschirme hergestellt werden. Bisher werden LCD-Bildschirme nur in Asien und den USA produziert.
Bruttoauslandsverschuldung der SR Die Bruttoauslandsverschuldung der Slowakei hat gegen
Ende Juli 28,3 Milliarden USD erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Schuld um 3,2 Milliarden USD. Der Anteil der Auslandsschuld stellte in diesem Zeitabschnitt 5255 USD pro Kopf dar. Darüber
informierte die Nationalbank der Slowakei.
Weltvereinigung der Slowaken tagt in Bratislava Delegierte aus 17 Ländern der Welt nehmen in Bratislava an der 2. Vollversammlung der
Weltvereinigung der im Ausland lebenden Slowaken teil. Auf dem Programm steht die Bewertung der Tätigkeit der Vereinigung und die Perspektiven der Beziehungen zwischen den Slowaken im Aus- und Inland.
Das Treffen dauert bis 3.November.
Staatssekretär Zahumenský trat zurück Staatssekretär des Ministeriums für Bodenwirtschaft Marián Záhumenský ist von seinem Posten zurückgetreten. Er
trat angeblich aus persönlichen Gründen und nicht infolge der medialisierten Causa Tabak zurück. Premier Fico nahm seinen Entschluß zur Kenntnis. In der Causa Tabak geht es um Interessenkonflikt. Der
Fall wird höchstwahrscheinlich vor dem Gericht enden.
EU unterstützt Fremdenverkehr in der SR Die EU hat vor, den Fremdenverkehr im mittelslowakischen Remata, unweit von Handlová, zu
intensivieren und besser zu beschaffen. Dieser Ort verfügt nämlich über ähnliche Klimabedingungen wie die Hohe Tatra. Die EU unterstützte die Revitalisierung der dortigen Einrichtung bereits mit 17
Millionen SK. In der vierten Etappe soll ein Entspannungszentrum gebaut werden. Die Einrichtung hat eine ökologische Heizung, die zum Umweltschutz bedeutend beiträgt.
Die Wetteraussichten für Freitag Überwiegend bewölkt, stellenweise Schneeschauer. Frühtemperaturen zwischen -3 und –7, Tageshöchstwerte -3 bis +3 Grad.
Aktuelle Wechselkurse
1 EUR - 36,33 1 USD - 26,61 1 CHF - 22,86 1 CZK - 1,29 SKK. Angaben ohne Gewähr!
[02. 11. 2006]
Staat will Arbeitslose mehr unterstützen
rsi, RSI
Der Staat wird den Arbeitslosen, die sich
entschließen, ein Gewerbe zu betreiben, einen höheren Zuschuß gewährleisten. Die Höhe der meisten Zuschüsse, die im Rahmen aktiver Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt gewährt werden, hängt nämlich vom
Mindestlohn ab. Der Mindestlohn wurde am 1. Oktober d. J. erhöht. Ein Beispiel: Im ostslowakischen Bezirk Prešov kann ein Arbeitsloser, der nur schwer eine Arbeitsstelle findet, insgesamt knapp 89
Tausend SK bekommen; die übrigen nur 64 Tausend SK. „Monatlich ersuchen um einen Zuschuß durchschnittlich 40 bis 45 Menschen, ab November erwarten wir mehr Gesuche“, sagte Zuzana Estoèková vom Arbeitsamt
Prešov. Anrecht auf diesen Zuschuß habe jeder, der mindestens nach vier Monaten als erfaßter Arbeitsloser zwei Jahre lang Gewerbe betreibt. Laut Präsident des Slowakischen Verbandes kleiner
Unternehmen Vladimír Sirotka sei eine auf diese Weise bestimmte Sozialabgabe falsch und stelle überhaupt keine Unterstützung des Unternehmens dar. Da jede Unternehmensart Aktivität fordere, wie könnte
ein Mensch, der zwei Jahre lang keine Arbeit fand, eine Firma gründen, meint Sirotka. „Dieses Geld sollte dem Unternehmer zustehen, der eine neue Arbeitsstelle schafft“, fügte er hinzu. Zuzana
Estoèková führte an, daß im Vorjahr dank der Zuschüsse im Bezirk Presov 649 Menschen eine Arbeitsstelle bekamen, dieses Jahr sind es bisher 511. „Bis Jahresende rechnen wir noch mit weiteren 100
Arbeitslosen, die angestellt werden“, sagte Estoèková. Dagmar Furianová vom Arbeitsamt der westslowakischen Stadt Malacky meint, daß die Erhöhung von Zuschüssen ganz gewiß zur Senkung der
Arbeitslosenzahl führen werde. Außerdem sollte die anspruchsvolle Administrative vereinfacht werden. Ivana Rajecová vom Institut für Beschäftigung (einer Nichtregierungsorganisation) setzt keine
bedeutende Senkung der Arbeitslosenzahl in der Evidenz der Arbeitsämter voraus. Gewerbetreibende, die Versicherungsgebühren gemäß dem Mindestlohn zahlen, müssen nach dessen Erhöhung höhere
Versicherungsgebühren zahlen. Dies könnte potentielle Gewerbetreibende von ihrem Vorhaben abraten. Für einige Gruppen von Arbeitslosen können jedoch die höheren Zuschüsse attraktiv sein. Viola
Kromerová vom Slowakischen Verband der Gewerbetreibenden meint, daß der Staat auf solche Weise zweimal profitieren könnte. Er wird für diejenigen Arbeistlosen, die Gewerbe zu betreiben beginnen, nicht
mehr sorgen müssen, und wird von ihnen sogar Abgaben bekommen. Diese Lösung sei laut Kromerová nur zeitweilig.
[02. 11. 2006]
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