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Quelle : Alle Artikel wurden veröffentlicht durch Radio Slovakia International

Slowakei Informationen - Nachrichten vom 01- August 2007 rsi, RSI

Ausländische Arbeitskräfte in der Slowakei erwünscht
Die Slowakei wird künftig auf die ausländische Arbeitskraft angewiesen werden. Das schnelle Wirtschaftswachstum erschöpfte nämlich den heimischen Arbeitsmarkt. Infolge dessen werden die Unternehmen und Unternehmer gezwungen, fehlende Arbeitskräfte im Ausland zu suchen. Auch diese werden aber teilweise aus dem Staatsgeld finanziert. Mehr dazu im Tagesthema.

Arbeislosenrate in der Slowakei
Im Juni hat die Arbeitslosenrate in der Slowakei 10,7 Prozent erreicht, was die höchste Arbetslosigkeit unter den EU-Ländern bedeutet. Laut Experten wurde sie jedoch mittels anderer Methoden gemessen, als in der Slowakei verwendet werden. Nach Angaben des Slowakischen Statistikamtes verzeichnete die Arbeitslosigkeit im Juni 8,3 Prozent, weil die Arbeitsämter nur registrierte Arbeitslose aufweisen.

100 Jahre Pfadfinderbewegung
Im westslowakischen Trenčcín haben heute früh 21 Pfadfinder des 32. slowakischen Pfadfindervereins den Sonnenaufgang willkommen geheißen. Dies war eine der vielen Veranstaltungen anläßlich des 100. Jahrestages dieser Bewegung. Die Slowakei zählt an die 6.500 Pfadfinder, die eine der größten und aktivsten Bürgervereinigungen slowakeiweit bilden. Die Bewegung hat in der ganzen Welt etwa 38 Millionen Mitglieder.

Aus den Regionen
Nachdem die Einwohner der südostslowakischen Kleinstadt Trebišov den Bau eines Wärmekraftwerkes abgelehnt hatten, bot die tschechische Gesellschaft ČCES, A. G., das Projekt anderen Städten und Unternehmen an. Angesprochen wurden das mittelslowakische Žarnovica und das ostslowakische Strážske. Außer den Einwohnern von Trebišov waren gegen den Bau des Kraftwerkes auch die Winzer des berühmten Tokaj-Gebietes in Ungarn.

Historischer Kalender
Am 1. August wurde im nordslowakischen Žilina Miro Procházka geboren. Er war sein ganzes Leben lang literarisch tätig – als Schriftsteller, Dichter, Publizist, Redakteur und wirkte auch pädagogisch. Procházka war mit Mária Kráľlovičcová verheiratet – einer der besten und berühmtesten slowakischen Schauspielerinnen, die noch immer auf der Bühne des Slowakischen Nationaltheaters präsent ist. Miro Procházka starb am 18. Oktober 2005.

Die Wetteraussichten für Donnerstag
Sonnig und warm mit Höchsttemperaturen von 23 bis 28 Grad.

Aktuelle Wechselkurse
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1 USD - 24,34
1 CHF - 20,18
1 CZK - 1,19 SKK.
Angaben ohne Gewähr!

[01. 08. 2007]

 

Slowakei beginnt Ausländer zu dotieren

rsi, RSI

Die Firmen in der Slowakei fangen an, Arbeitskräfte aus dem Ausland anzulocken. Zum Teil auch fürs Staatsgeld. Bei einem schwachen Arbeitsmarkt haben sie jedoch keine andere Möglichkeit.
Das schnelle Wirtschaftswachstum und die ausländischen Investoren haben den slowakischen Arbeitsmarkt nämlich erschöpft.
Große Unternehmen, die die staatliche Finanzhilfe bekommen, suchen deshalb Arbeitskräfte im Ausland. Die Regierung dotiert auf diese Weise auch die Ausländer.
Das Arbeitsressort registriert derzeit etwa 4.500 ausländische Mitarbeiter, davon sind 1.500 aus Ländern außerhalb der EU.
Zum Beispiel: Der Samsung-Betrieb im westslowakischen Galanta, der im Vorjahr um 1,2 Milliarden weniger Steuern bezahlen mußte, beschäftigt ungefähr 4.660 Arbeiter, davon 250 Rumänen. Im Vorjahr kostete den Staat ein Arbeitsplatz in diesem Unternehmen 250.000 SK (7.350 Euro). Die Ökonomen behaupten, daß die Ankunft ausländischer Arbeitskräfte in der Slowakei eine unausweichliche Offenbarung der globalisierten Wirtschaft sei, obwohl in der Slowakei derzeit nur eine geringe Anzahl der Ausländer offiziell arbeitet.
Die Slowakei verzeichnete im Juni eine Arbeitslosenrate von 10,7 Prozent, was unter allen EU-Ländern die höchste Arbeitslosigkeit darstellt. Den Großteil der Arbeitslosen in der Slowakei stellen aber die langfristig Arbeitslosen dar, die sich auf dem Arbeitsmarkt nur sehr schwer durchzusetzen vermögen. Es gibt auch solche Arbeitslose, die nicht bereit sind, wegen einer Arbeitsstelle umzuziehen. Für die Firmen sind so die Arbeitskräfte aus Rumänien oder Bulgarien, die damit kein Problem haben, viel zugänglicher.
Die Regeln für die Zuweisung der Beihilfe binden sich jedoch nicht an die Staatsangehörigkeit. Die Arbeitnehmer müssen nur die Bedingungen des Gesetzes über die Dienstleistungen der Beschäftigung erfüllen, aufgrund dessen sie als Bewerber um eine Arbeitsstelle definiert werden. Die Firma kann dann die Beihilfe für Bildung oder Umschulung bekommen.
„Die Union kann ohne Arbeitskräfte aus Ländern der dritten Welt nicht auskommen. Die Beschränkung der Investitionen und der Beihilfe nur auf die heimische Arbeitskraft könnte für die Firmen große Probleme zur Folge haben“, sagte der Direktor der Unternehmerallianz der Slowakei Róbert Kičcina.

[01. 08. 2007]

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