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Slowakei Nachrichten vom 02. Januar 2007
rsi, RSI
Ehrenauszeichnungen für Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens Achtzehn Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens der Slowakischen Republik wurden vom Präsidenten hohe staatliche
Ehrenauszeichnungen verliehen. Fünf von ihnen bekamen die Auszeichnungen in memoriam. Die weiteren Ausgezeichneten wurden vom Präsidenten für ihre Verdienste in der Entwicklung der Slowakischen Republik
in der Kardiologie, Kultur, Geschichte, Architektur, Archäologie, Wasserwirtschaft gelobt. Zwei Polizisten bekamen Auszeichnungen für die Rettung des menschlichen Lebens. Die höchste Auszeichnung bekamen
Rudolf Vrba und Alfred Wetzel. Sie informierten als erste über das Grauen in den Konzentrationslagern.
Prioritäten des Premierministers für 2007 Der Vorsitzende der slowakischen
Regierung, Róbert Fico, hält das Arbeitsgesetzbuch für die Priorität in diesem Jahr. Wichtig sei für ihn auch die Vorbereitung für den Autobahnbau im Jahre 2008. Der Premier will schnell mit dem Ausbau
von Ämtern beginnen. Das Jahr 2007 ist äußerst wichtig, sagte der Premierminister. Für ihn ist nur ein Dokument, die Programmerklärung der Regierung, verbindlich. Fico meint, dass die Regierung eine
Chance habe, bis 2010 zusammenzuhalten und erfolgreich zu sein.
Missbilligung der Hinrichtung von Saddam Hussein Das Außenministerium der Slowakischen Republik ist strikt gegen die
Taten, die im Irak zu Zeiten des Regimes von Saddam Hussein passiert sind. Die Slowakei als Mitglied der Europäischen Union und des Europarates ist dennoch mit der Hinrichtung des ehemaligen irakischen
Diktators nicht einverstanden. Die Slowakische Republik ist gegen die Todstrafe. Saddam Hussein wurde am Samstag um sechs Uhr morgen hingerichtet.
Silvesterprogramm in Bratislava Am
Silvesterprogramm im Zentrum von Bratislava haben mehr als 100 Tausend Besucher teilgenommen. Es amüsierten sich nicht nur einheimische, sondern auch ausländische Besucher. Der Höhepunkt der
Silvesterfeier war ein Laser-Countdown der letzten Minuten des alten Jahres und ein fast 12-minutiges Feuerwerk, während dem Musik von Marián Varga gespielt wurde. Die Besucher amüsierten sich beim
Konzert der Musikgruppen auf dem Hauptplatz und auf dem Hviezdoslav-Platz.
Ausländer feierten in Bratislava Slowenische, italienische und französische Stimmen hat man in der
Neujahrsnacht in Bratislava gehört. Die ausländischen Touristen kamen schon seit dem vergangenen Freitag in die Stadt. Die Hotels waren voll. In Bratislava verbrachten mehr als 7000 Slowenen den
Silvesterabend, die zweitgrößte Gruppe bildeten die Italiener. Insgesamt waren mehr als 15000 ausländische Besucher zu Silvester in der slowakischen Hauptstadt.
Slowakische Wirtschaft erwartet ein erfolgreiches Jahr Das Jahr 2007 soll für die Wirtschaft der Slowakei das beste seit der Gründung der Slowakischen Republik sein. Das große Tempo der
wirtschaftlichen Entwicklung wird dank Peugeot und Kia halten. Eine gute Entwicklung soll sich bei der Erfüllung der Maastrichtkriterien zeigen. Die Risiken seinen laut dem Analytiker Jan Toth von der
ING Bank auf der Seite der Regierungspolitik. Sie könnten die Leistung der Wirtschaft beeinflussen.
Wetteraussichten für Mittwoch Heiter bis bewölkt, vereinzelt Schneeschauer.
Frühtemperaturen zwischen -1 und -7, Tageshöchstwerte 0 bis +6 Grad.
Aktuelle Wechselkurse 1 EUR - 34,42 1 USD - 26,14 1 CHF - 21,46 1 CZK - 1,25 SKK. Angaben ohne Gewähr!
[02. 01. 2007]
Weihnachten 2006 – Konsum 2006
rsi, RSI
Die westliche Zivilisation hat den Konsum bereits in
ihrer Wesensart. Alle radikalen anarchistischen, Hippies-, Beat-, antiglobalistischen und grünen Proteste prallen gegen eine eiserne Logik, die die kapitalistische Ökonomik regelt: Privateigentum von
Kapital, Profit, Konkurrenz, Druck auf Arbeitsproduktivität, Druck auf Kostensenkung, Innovationen, Firmenwachstum und deren Konkurse. Um alles ineinander passen zu können, wie ein Ehepaar, das nur der
Tod scheidet, schreitet die Nachfrage gemeinsam mit dem Angebot. Auch der verfluchte Kommunismus spekulierte letztendlich, wie die materiellen Bedürfnisse seiner Untertanen zu erfüllen. Und eben deshalb,
daß er außer der Logik des Kapitalismus funktionierte, versagte er absolut. Anstatt einen zufriedenstellenden Konsum für die Massen zu gewähren, vermochten seine Prominenten und ihre Knechte diese Massen
„zufriedenstellend“ zu terrorisieren. Es scheint, daß die Weihnachten 2006 im Vergleich mit den vorigen sich zum Gipfel des Konsums durchkämpfen werden. Am hohen Wirtschaftswachstum beteiligt sich
immer mehr der Verbrauch der Haushalte. Wachsen die Reallöhne der Bevölkerung und gibt es Ware im Überfluß, kann es auch nicht anders sein. Und wie das Weihnachtsfieber steigt, taucht eine traditionelle
Antikonsum-Frage auf: Was für einen Zusammenhang gibt es zwischen der Feier der Geburt Christi und dieser Massengefräßigkeit. Keiner! Oder doch? Um unsere beste Welt von allen Welten im Sinne von
Voltaires Candide retten zu können, müssen wir jedoch Gelegenheiten zum Konsum ständig suchen. Und wenn schon der gütige Gott die Menschheit mit Jesus beschert hatte, beschenkt sich die christliche Welt
so, wie sie es kann: mit Dingen, die auf Erden hergestellt wurden. Und der Kapitalismus ist dafür eine ganz ideale Einrichtung. Es ist aber immer besser als die schreckliche Langeweile in einer grauen
vorweihnachtlichen kommunistischen Stadt. Im Kapitalismus darf sogar der Mensch während der Weihnachten auf den ganzen Konsum verzichten. Das ist die Wahlmöglichkeit. Oder einfach – Freiheit.
Das
heutige Thema stammt aus der Feder von Ivan Štulajter und wurde in der Tageszeitung SME veröffentlicht.
[22. 12. 2006]
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