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Slowakei Informationen - Nachrichten vom 09. November 2007
RSI, RSI
Schengen-Erweiterung als Weihnachtsgeschenk
Die EU-Innenminister haben den Schengen-Raum gegenüber weiteren neun Mitgliedsländer geöffnet. Die 15 Staaten zählende Zone wird um die Slowakei, Slowenien, Estland, Ungarn, Litauen, Lettland, Polen,
Tschechien und Malta erweitert. Diese Länder treten dem Schengen-Raum am 21. Dezember bei. Der Beschluß wird am 6. Dezember nach der Abstimmung im Europaparlament endgültig gebilligt werden.
Spaltung der Koalition wegen Abgeordnetenimmunität Mit dem Vorschlag des Vorsitzenden des Nationalrates der SR Pavol Paška – die Immunität der Abgeordneten zu beschränken – sind zwei
Koalitionspartner nicht einverstanden – die Slowakische Nationalpartei (SNS) und die Bewegung für eine demokratische Slowakei (HZDS). Sie beschuldigen Paška des Populismus. Ihnen zufolge respektiere er
niemanden und legte seinen Vorschlag selbst vor. Beide Parteien zogen deshalb ihre Vertreter von der Kommission ab. Das Schicksal des Vorschlags ist nun ungewiß und liegt vor allem in den Händen der
Opposition.
Beunruhigung über Lage in Georgien Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten der SR hat über die Zuspitzung der Lage in Georgien, die zum Ausnahmezustand führte,
Beunruhigung zum Ausdruck gebracht. Das Außenministerium fordert georgische Politiker zu einer verfassungmäßigen und ruhigen ösung der gespannten Situation auf.
Gesetzesnovelle über Sozialversicherung zurückgereicht Staatspräsident Ivan Gašparovičc hat die Gesetzesnovelle über die Sozialversicherung dem Parlament zurückgereicht. Seinen Beschluss
begründete er damit, daß die Novelle zwei widersprüchliche Artikel betreffend den zweiten Sparpfeiler beinhaltet. „Ein solches Gesetz ist nicht im Einklang mit den Prinzipien eines Rechtsstaates“,
stellte das Staatsoberhaupt fest.
Aussichten der Firma Matador Die Gesellschaft Continental, A. G., Hannover hat 51 Prozent der Aktien von Continental Matador Rubber mit Sitz im
westslowakischen Púchov gewonnen. Die Muttergesellschaft besitzt so im gemeinsamen Joint-Venture einen 49-prozentigen Anteil. Die Gesellschaft hat nun aber gute Voraussetzungen, ihre Position in der
Automobilindustrie zu stärken. Sie rechnet auch mit der Möglichkeit, in der Branche auf dem europäischen Markt zur führenden Firma zu werden.
Wirtschaftsminister verhandelte in der BRD
Wirtschaftsminister ĽLubomír Jahnátek hat im Laufe seines dreitägigen Deutschland-Besuches mit den Vertretern der Energie-Konzerne E.ON und RWE über ihre Investitionspläne in der Slowakei
verhandelt. Die Gesellschaft E.ON hat vor, in der Gemeinde Malženice, unweit des westslowakischen Trnava, ein modernes Elektrizitätswerk mit einer Leistung von 2 x 210 MW zu bauen.
Das Wetter am Wochenende Stark bewölkt, vielerorts Schneeschauer, oder Schneefall. Frühtemperaturen zwischen +2 und -4, Tageshöchstwerte -1 bis +6 Grad.
Aktuelle Wechselkurse
1 EUR 33,11 1 USD 22,57 1 CHF 19,94 1 CZK 1,23 SKK. Angaben ohne Gewähr!
[09. 11. 2007]
Schengen: Eine Mission erfüllt
RSI, RSI
Würde jemand behaupten, dass Schengen kein
Grenzstein, sondern eine Stadt sei, würde er so aussehen wie der Gouverneur von Kalifornien Arnold Schwarzenegger, dem zufolge Marihuana keine Droge sei, sondern eine Pflanze. Obwohl die Slowakei
schon seit dreieinhalb Jahren EU-Mitglied ist, gelangte sie erst aufgrund des gestrigen Beschlusses der EU-Innenminister in den EU-Raum, weil dieser Raum auch für die Bürger der SR zu einem Raum ohne
Grenzkontrollen wird. Die Regierung Fico beendete die erste der zwei Missionen, die von der vorigen Regierung gestartet wurden. Würde im kommenden Jahr auch der Beschluss über den Beitritt der
Slowakei zur Eurozone fallen, würde es bedeuten, dass die EU-Integrationsbemühungen des Landes erfolgreich fortfahren. Vor sieben Jahren gab ein Regierungsmitglied den Beschluss über die
OECD-Mitgliedschaft der SR mit folgenden Worten bekannt: „Meine Damen und Herren, wir sind dort. Auch wenn wir es seitdem schon mehrmals gehört haben, ist es keine Selbstverständlichkeit, sondern ein
Erfolg“.
Historischer Kalender Am 9. November 1898 wurde in der Gemeinde Bodice der Maler und Graphiker Zoltán Palugyay geboren. Er starb in der Niederen Tatra am 18. September 1935.
Am 9. November 1989 starb in Bratislava Alfonz Bednár, einer der bedeutendsten Repräsentanten der slowakischen Prosa der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er war auch als Dramaturg und als Autor
von Film- und Fernsehdrehbüchern tätig. Bednár wurde am 19. Oktober 1914 in der Gemeinde Neporadza geboren.
Am 9. November 1776 wurde am Ort des späteren Opernhauses des Slowakischen
Nationaltheaters in Bratislava (heute als historisches Operngebäude bekannt) das erste sog. steinerne Theater – das Stadttheater - eröffnet.
Am 9. November 1953 hat in Bratislava die erste
Vollversammlung der Slowakischen Akademie der Wissenschaften stattgefunden.
Am 9. November 1988 wurde das Gebiet von Záhorie (Westslowakei) zum Schutzgebiet erklärt.
[09. 11. 2007]
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