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Quelle : Radio Slovakia International

Slowakei Informationen - Nachrichten vom 12. November 2007

RSI, RSI

Slowakei übernimmt ER-Vorsitz
Die SR wird von Serbien den Vorsitz im Minister-Ausschuß des Europarates, dessen Mitglied sie seit 14 Jahren ist, übernehmen. Bei einer Sondertagung der Minister der 47 Mitgliedsstaaten wird der serbische Außenmnister Vuk Jeremičc den Vorsitz seines Landes bewerten. Anschließend wird Außenminister Ján Kubiš die Prioritäten der Slowakei für die nächsten sechs Monate vorstellen.

Premier schlägt Stabilitätspakt vor
Premier Róbert Fico schlägt einen Stabilitätspakt betreffend die Zeitperiode vor der Einführung des Euro vor. Er sollte von sozialen Partnern, Nichtregierungsorganisationen, Oppositionsparteien und Medien unterzeichnet werden. Auch mit dem dritten Sektor soll diesbezüglich noch verhandelt werden. Über dieses Vorhaben informierte der slowakische Premier bei einer Konferenz, die in Bratislava unter dem Namen „Euro – eine Herausforderung für alle“ von der EU-Informationskanzlei in der Slowakei in Zusammenarbeit mit der Unternehmerallianz der Slowakei veranstaltet wurde.

Slowakisch-ungarische Beziehungen
Premier Róbert Fico hat sich zu den slowakisch-ungarischen Beziehungen in dem Sinne geäußert, daß weder er noch der ungarische Premier Ferenc Gyurcsany auf gespannten Beziehungen interessiert seien. „Bei unseren Treffen führen wir normale und interessante Gespräche über Angelegenheiten, die die beiden Länder betreffen“, sagte Róbert Fico. Derzeit wird der Slowakei-Besuch des ungarischen Premierministers vorbereitet, zu dem er offiziell eingeladen wurde.

Miško Müller gestorben
Der zweite Junge von den siamesichen Zwillingen Miško Müller ist am 9. November in Bratislava gestorben. Sein Zustand war nach einer komplizierten Operation im September, als die Zwillinge geteilt wurden, schon einige Wochen sehr ernst. Sein Bruder Marek starb noch am 4. Oktober aufgrund des Versagens mehrerer Organe.

Aus den Regionen
Während einer feierlichen Messe im Dom des heiligen Martin in Bratislava ist sein symbolischer Fußabdruck aus Bronze enthüllt worden. Er befindet sich neben der berühmten Statue des heiligen Martin auf dem Pferd – einem Werk des Bratislavaer Bildhauers Donner. Die Enthüllung des Fußabdrucks erfolgte im Rahmen des europäischen Projektes des Baues der Sankt-Martin-Route, die die Städte und Gemeinden, wo der heilige Martin lebte, oder wo es ihm geweihte Kirchen gibt, zusammenbinden soll. An der Feierlichkeit nahmen u. a. auch Vertreter des ungarischen Szombathely – wo er geboren wurde sowie des französischen Tours, wo der heilige Martin im Jahre 397 starb - teil.

Die Wetteraussichten für Dienstag
Unbeständig und vielerorts Schneefall oder Schneeschauer. Frühtemperaturen zwischen -1 und -6, Tageshöchstwerte -2 bis +5 Grad.

Aktuelle Wechselkurse
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1 CHF 20,08
1 CZK 1,24 SKK.
Angaben ohne Gewähr!

[12. 11. 2007]

 

Prag: Slowakische Extremisten erfolglos

RSI, RSI

Der Marsch der Neonazis durch das alte jüdische Wohnviertel von Prag ist am vergangenen Wochenende nicht zustande gekommen. Der Marsch sollte anläßlich des Jahrestages der sog. „Kristall-Nacht“ stattfinden. Die Polizei verhinderte schon das Zusammenkommen der Extremisten. Es kam nur zu einigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Anarchisten. Mehrere ausländische Gruppen von Extremisten kamen nach Prag, um ihre tschechischen Kollegen zu unterstützen. Nach den Deutschen waren die Slowaken die zahlreichsten.
Die tschechische Polizei nahm 42 slowakische Rechtsradikale fest. Sie wurden in Polizeibegleitung in die Slowakei abtransportiert.
Die Provokation der Neonazis wurde sowohl vom tschechischen Staatspräsidenten, als auch vom tschechischen Premier und allen Parlamentsparteien verurteilt. Anstatt des geplanten Marsches fand eine Versammlung der jüdischen Gemeinde statt, an der mehrere Politiker und Künstler teilnahmen. Das Oberhaupt der tschechischen katholischen Kirche Miroslav Vlk hielt eine Rede. Der Prager Rabbi Karol Sidon forderte die Menschen auf, auch Angriffen auf die Roma Aufmerksamkeit zu widmen. Über diese wird jedoch nicht so oft gesprochen.
In Prag waren auch die Mitglieder der vor kurzem aufgelösten und verbotenen rechtsextremen Slowakischen Gemeinschaft anwesend.

Historischer Kalender
Am 12. November 1875 hat der ungarische Justizminister Béla Percel angeordnet, Ersuche
ausschließlich in ungarischer Sprache einzureichen. Diese Anordnung stand im Widerspruch mit dem Nationalitätsgesetz und benachteiligte alle nicht ungarischen Völker – vor allem Deutsche, Slowaken, Ruthenen und Rumänen.

Svetozár Štúr stammte von der Štúr-Familie aus dem mittelslowakischen Uhrovec, sein Urgroßvater Samuel war Bruder eines der bedeutendsten slowakischen Aufklärer ĽLudovít Štúr, der sich um die Kodifizierung der slowakischen Schriftsprache verdient machte. Svetozár Štúr wurde am 26. August 1929 geboren. Er wirkte als Journalist und Publizist, war eine Zeit lang Direktor der Tschechoslowakischen Presseagentur. Wegen seiner Einstellung zu den Ereignissen im August 1968 wurde er aller seiner Posten enthoben und durfte in seinem Fach nicht mehr arbeiten. Zum Journalismus kehrte er erst nach 1989 zurück. Später war er in der Tageszeitung Narodná obroda tätig. Svetozár Štúr starb am 12. November 2001 in Bratislava.

[12. 11. 2007]

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