|
Slowakei Informationen - Nachrichten vom 31. Oktober 2007
RSI, RSI
Gesetzesnovelle über Sozialversicherung gebilligt
Der Nationalrat der SR hat die Gesetzesnovelle über die Sozialversicherung gebilligt. Der zweite Sparpfeiler soll ein halbes Jahr lang geöffnet werden, ab 1. Januar kommenden Jahres soll er auch
für diejenigen, die nach dem 31. Dezember 1986 geboren wurden, freiwillig werden. Bisher war er für sie verpflichtend. Die Novelle führt noch weitere Änderungen ein, die von der Opposition heftig
kritisiert wurden. Die Gesetzesnovelle muß noch vom Staatspräsidenten unterzeichnet werden, der jedoch in einem Brief der Opposition aufgefordert wurde, die Novelle dem Parlament zurückzugeben.
Außenminister unterstützt den internationalen Verwalter Außenmninister Ján Kubiš lehnt die Erwägungen über eine Teilung von Bosnien und Herzegowina ab. Er erklärte, daß es nach dem schweren
Balkan-Krieg, der am meisten eben Bosnien und Herzegowina betraf, eine unangemessene Lösung wäre. Kubiš ist von Drohungen der Politiker der Serbischen Republik auf die Adresse des internationalen
Verwalters Miroslav Lajčcák beunruhigt. Auch die Reaktion des serbischen Premiers Vojislav Koštunica hält Kubis für falsch, weil Koštunica zum ersten Mal die Lage im Kosovo mit der in Bosnien und
Herzegowina in Verbindung brachte. Ján Kubiš unterstützt den slowakischen Diplomaten, der die Funktion des Verwalters von Bosnien und Herzegowina am 1. Juli übernahm.
Einmalige Operation in Kosice Im Krankenhaus der ostslowakischen Stadt Košice ist eine einmalige Operation durchgeführt worden. Einer 21-jährigen Frau, die an Ankylose, einer Unbeweglicheit des
Unterkiefers litt - wurden Unterkiefer-Schläfe-Gelenke implantiert. Emese kann nun nach langen 20 Jahren wieder ihren Mund öffnen. Sie erlitt in der Kindheit eine schwere Verletzung, infolge derer ihr
Unterkiefer starr wurde.
Einführung des Euro in der Slowakei 2009 real Aus einer Forschung der Agentur Reuters geht hervor, daß die SR dank ihren Reformen höchstwahrscheinlich das erste
Land der Visagráder Vier wird, das der Eurozone beitritt. Der vorgesehene Termin des Beitritts – der 1. Januar 2009 - scheint real zu sein. Die übrigen Länder der Visegráder Vier sind schlechter daran
als die Slowakei. Man rechnet, daß Tschechien und Polen erst 2012 und Ungarn sogar 2014 der Eurozone beitreten werden können.
Margita ČCesányiová gestorben Im Alter von 95 Jahren
ist in Bratislava eine der bedeutendsten slowakischen Opernsängerinnen aller Zeit Margita ČCesányiová gestorben. Sie zählte zu den ersten slowakischen professionellen Opernsängern. Dreiundvierzig
Jahre lang stand sie auf der Bühne des Slowakischen Nationaltheaters in Bratislava, wo sie in zahlreichen Rollen sowohl des klassischen, als auch des zeitgenössischen Repertoires auftrat. Ihre warme
dramatische Sopranstimme war vor allem für Verdi-Heroinen geeignet, mit denen sie auch ihre größten Erfolge verzeichnete. Ihre Aida, Leonora, Amelia oder Desdemona zählten zu den besten und Maßstab
setzenden Leistungen der slowakischen Operninterpretation. Sie war aber auch die erste Katrena in Suchoňns Krútňnava, derer Urauführung 1947 in Bratislava stattfand. Margita ČCesányiová
wurde am 28. November 1911 im westslowakischen Studienka geboren.
Das Wetter am Donnerstag und Freitag In der Früh in den Niederungen Nebel, tagsüber überwiegend heiter. Frühtemperaturen
zwischen +4 und -2, Tageshöchstwerte 9 bis 15 Grad.
Aktuelle Wechselkurse 1 EUR 33,36 1 USD 23,15 1 CHF 19,91 1 CZK 1,24 SKK. Angaben ohne Gewähr!
[31. 10. 2007]
Sprachkultur in der Slowakei
RSI, RSI
Vor zwölf Jahren hat die Regierung Mečciar
Geldstrafen für die Schmähung der slowakischen Schriftsprache gesetzlich verankert. Für einen Verstoß gegen die Reinheit der Sprache konnte eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 bis 500.000 SK auferlegt
werden. Es kam jedoch zu keiner Bestrafung, weil das Gesetz in der Praxis nicht angewandt wurde. Der jetzige Kulturminister Marek Maďdaričc will im Interesse der richtigen Anwendung des
Slowakischen diverse Schulungen einführen. Es sollten Beamte, Lehrer, Journalisten, Gestalter von Werbetexten und Fernsehsendungen geschult werden. „Die Sprache muß nicht geschützt werden, es muß ihre
Entwicklung gewährt werden“, sagte der Vorsitzende der Internationalen Kommission für slawische Schriftsprachen Ján Bosák. Die Maßnahmen von Maďdaričc seien laut ihm ebenso unwirksam wie die
Geldstrafen seines Vorgängers Hudec. Mehrere Experten werfen dem Kulturminister u. a. vor, daß er nicht bekannt gab, wer die Kosten dafür zu tragen haben werde. Es geht um die staatliche Aufsicht, das
Testen der Beamten bei ihrem Amtsantritt, ihre weitere Bildung und Schulungen. Das Ministerium verfeinerte infolge dessen seine Rethorik. „Die Realisierung der vorgeschlagenen Vorkehrungen wird laut
aktuellen Bedürfnissen, Interesse und realen Möglichkeiten eines jeden Ressorts oder Institution spezifiziert“, sagte der Sprecher des Kulturministeriums Jozef Bednár. Würde sich ein Amt entschließen,
seine Beamten zu überprüfen oder zu schulen, würde es selbst dafür bezahlen müssen, fügte Bednár noch hinzu. Die Sprachkultur wird von Experten nicht sehr kritisch bewertet. „Es ist keine große
Katastrophe“, meint Klára Buzássyová vom Sprachinstitut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften.
Historischer Kalender Am 31. Oktober 1888 wurde im südslowakischen
Rožňnava Koloman Tichý geboren. Auch wenn er heutzutage fast vergessen zu sein scheint, zählte er seinerzeit zu den bedeutenden Persönlichkeiten des slowakischen Kulturlebens. Er war als Maler,
Graphiker und Schriftsteller tätig. Große Verdienste machte er sich als Sammler von Volkskunst. Diese Aktivität gehörte zu seinen beliebtesten. Koloman Tichý starb am 22. Oktober in Budapest.
Am
31. Oktober 1674 starb in Turá Lúka Ján Simonides, Jesuit, Lehrer und Missionar. Er starb des Märtyrertodes, 1950 wurde er heilig gesprochen. Simonides wurde am 27. Dezember 1639 geboren.
[31. 10. 2007]
|