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Slowakei Informationen - Nachrichten vom 28. September 2007
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Der Autobahnausbau mit Privatkapital Am
Donnerstag hat der größte Wettbewerb für die privaten Investoren in der modernen slowakischen Geschichte gestartet. Der Ausbau neuer Autobahnabschnitte wird nämlich mittels der öffentlich-privaten
Partnerschaften finanziert. Das Verkehrsministerium stellte zuerst zwei Ausbaupakete für den Wettbewerb frei. Der erste beinhaltet die Autobahnstrecke zwischen Martin und Ivachnova, im Rahmen des zweiten
wird die Schnellstraße zwischen Nitra und Zvolen gebaut. Beim dritten Paket, das die Autobahn rund um Zilina fertig stellen soll, wird erst ein halbes Jahr später die Suche nach Investoren in Erwähnung
gezogen. Dieser Teil der nördlichen Strecke ist wegen der ungünstigen geographischen Bedingungen nur schwierig bebaubar und deshalb auch teurer. Die Kosten für den Ausbau der ersten zwei Pakete sollten
die Höhe von 85 Milliarden Skk (rund 2,5 Milliarden Euro) erreichen. Manche Angaben rechnen sogar mit der Endsumme von 150 Milliarden Skk (4,4 Milliarden Euro).
Besuch von Sziliova abgesagt
Die Präsidentin des ungarischen Parlaments Katalin Sziliova hat ihren geplanten Besuch der Slowakei abgesagt. Sie harrt auf ihrer Entscheidung auch nach der Bitte des Präsidenten des slowakischen
Nationalrates Pavol Paška, dass sie auch trotz der Meinungsverschiedenheiten um die Benes-Dekrete nach Košice kommen könnte. Die Beziehungen beider Länder wurden damit weiter schlechter. Der
Prämierminister Robert Fico reagierte auf die Äußerungen des Vorsitzenden der Slowakischen Nationalpartei (SNS) Jan Slota auf die Adresse von Pal Csaky von der Partei der Ungarischen Koalition (SMK).
Fico bezeichnete diese als nicht angemessen, dennoch sieht er die Ursachen für solche Äußerungen im aggressiven und gefährlichen Handeln von Csaky.
NATO Manöver im deutschen Bergen
Insgesamt 38 slowakische Soldaten haben an Manövern der schnellen Eingreiftruppe der NATO (NRF) im deutschen Bergen teilgenommen. Leiter der Manöver, Brigadegeneral Völker Bescht, zeigte sich mit der
Zusammenarbeit mit slowakischen Kollegen sehr zufrieden. Das Hauptziel der NRF liegt in der Integration vieler kleineren Einheiten aus verschiedenen Ländern in eine starke und fähige Einheit, die für
einen schnellen Einsatz bereit wäre. Das Beibehalten der Operationsbereitschaft, dessen Teil auch die Manöver Noble light II. in Bergen waren, wurde seitens des slowakischen Militärs mit oberster
Priorität eingestuft.
Zustand von einem der siamesischen Zwillinge kritisch Der Gesundheitszustand von Marek Müller, eines der getrennten siamesischen Zwillingsbrüder, bleibt auch nach
letzter Nacht weiterhin kritisch. Laut dem Chefarzt der Abteilung der Kinderchirurgie würde Marek ohne Medikamente und Blutsubstitution kaum noch überleben können. Der Zustand von seinem Bruder Michal
ist stabilisiert, allerdings befürchten die Ärzte, dass auch bei ihm Komplikationen auftauchen könnten.
Gašparovičc zurück aus den USA Der slowakische Staatspräsident Ivan
Gašparovičc ist heute von seinem fünftägigen Besuch in den USA zurückgekehrt, wo er unter anderem auch an der 62. UN-Generalversammlung teilgenommen hat. Außerdem präsentierte er auf dem Klimagipfel
die Bereitschaft der Slowakischen Republik, sich im Rahmen der UN am Kampf gegen die globale Erwärmung zu beteiligen. Gleichzeitig solle Slowakei auch ihre Verpflichtungen im Bezug auf die
Emission-Reduktion erfüllen können, meinte Gašparovičc. Während der Generalversammlung machte er auf die Notwendigkeit des Reformprozesses in den Strukturen der UN aufmerksam.
Die Wetteraussichten fürs Wochenende Am Samstag bewölkt, vereinzelt Regenschauer. Frühtemperaturen zwischen 8 und 12, Tageshöchstwerte von 15 bis 20 Grad. Am Sonntag nur leicht bewölkt, am
Nachmittag vereinzelt Regenschauer. Frühtemperaturen zwischen 4 und 9, Tageshöchstwerte von 15 bis 20 Grad
Aktuelle Wechselkurse 1 EUR 33,87 1 USD 23,88 1 CHF 20,44
1 CZK 1,23 SKK. Angaben ohne Gewähr!
[28. 09. 2007]
Die Weltbank kritisiert neues Arbeitsgesetzbuch
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Die Weltbank kritisierte die Veränderungen im
slowakischen Arbeitsgesetzbuch, die sie als einen Schritt zurück bezeichnet. Die neuen Regelungen vermindern die Flexibilität der Arbeitsbeziehungen und steigern die Kosten für die Arbeit, stellt man im
Bericht der Weltbank über die wirtschaftliche Entwicklung in den neuen EU-Ländern fest. Diese Länder müssen auch mit einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften zu Recht kommen.
Das Parlament verabschiedete den Veränderungsvorschlag der Regierung ende Juni. Die Regierung Fico griff damit in die Reformen des Arbeitsrechtes der vorigen Regierung unter dem Prämierminister
Mikulas Dzurinda ein. Die Novelle beschränkte unter anderem die Verkettung der Arbeitsverträge, also die widerholte Abschließung des Vertrages auf bestimmte Zeit. Im Gegensatz dazu wurden die Rechte der
Gewerkschaften verstärkt. Andere, noch tiefgreifendere, Veränderungen zog die Regierungskoalition noch vor der Abstimmung aus der Novelle heraus. Die Weltbank widmete sich auch dem Thema der
Arbeitslosigkeit.Zwar ist die Arbeitslosenrate der Slowakei eine der höchsten innerhalb der EU, sank sie jedoch im letzten Monat auf ihr historisches Minimum von 8,19 Prozent. Die Weltbank sieht aber
weiterhin das größte Problem in den langfristig arbeitslosen Menschen. Die langfristige Arbeitslosigkeit verursache Sorgen in fast allen Ländern der Region, speziell aber in der Slowakei, in Rumänien,
Kroatien, Polen und Bulgarien. Insgesamt habe die Slowakei gute Aussichten für die Fortsetzung des starken Wirtschaftswachstums, wenn sie die angefangenen Reformmaßnahmen weiterhin verfolge. Das
jährliche Wachstum der Wirtschaft um 8 oder 9 Prozent zu wiederholen, sei für jedes Land schwierig, deshalb sei zu erwarten, dass es allmählich sinken werde. Die slowakische Wirschaft erreiche bereits
jetzt ein höheres technologisches Niveau, meinte der Ökonom der Weltbank Anton Marcinčcin. Eine der größten Herausforderungen für die nächsten Monate sehen die Experten darin, dass man den Plan für
die Einführung des Euro konsequent weiterverfolgt. In letzter Zeit tauchten dabei mehrere Probleme auf.
Historischer Kalender Heute vor 89 Jahren ist der hervorragende Tenor der Oper des
Slowakischen Nationaltheaters Gustáv Papp geboren. Nach seinen lyrischen Rollen wie Faust oder Lenskij zog er immer mehr die Kostüme der dramatischeren Figuren an - Don Carlos, Radames, Othello. Er sang
auch in vielen Opern von Wagner, die auch auf den deutschen Bühnen aufgeführt wurden. Seine Theatertätigkeit wurde von gemeinsamen Gesangsauftritten mit seiner Frau Eva ergänzt. Sein ganzes Leben lang
widmete er nicht nur dem Theater, sondern auch der Erfüllung des Hippokratischen Eids. Vor seiner Umkehr zur Welt der Musik war Gustáv Papp als Chirurg tätig. Er starb am 7. Oktober 1997.
[28. 09. 2007]
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