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Slowakei Informationen - Nachrichten vom 31. Januar 2008
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Parlament verhandelt über EU-Reformvertrag
Staatspräsident Ivan Gašparovičc hat an alle politischen Parteien appeliert, einen Kompromiß zu suchen, um den Vertrag von Lissabon zu billigen. Außenminister Ján Kubiš forderte die Abgeordneten
auf, den Vertrag im Parlament zu unterstützen. „Dies ist keine Abstimmung über die Regierung oder die Demokratie in der Slowakei, sondern über ein wichtiges Dokument der EU. Es ist eine Abstimmung über
die EU-Bürger, die Bürger der Slowakei und letztendlich über die Vertrauenswürdigkeit der Slowakei“, betonte der Außenminister. „Die verlaufende Diskussion im Parlament schadet der Slowakei und
verunsichert ganz Europa. Die Fortsetzung dieses Weges ist unerwünscht“, fügte Ján Kubiš hinzu.
Reaktion auf Kritik der Europäischen Kommission Die Slowakei hat auf die Kritik der
Europäischen Kommission betreffend die Vorbereitungen auf die Umstellung auf den Euro reagiert. Die Regierung weist auf das niedrige Budgetdefizit im Vorjahr hin, das niedriger war als vorgesehen. Ein
ähnliches Ergebnis wird auch dieses Jahr erwartet. Mehr dazu im Tagesthema.
Slowakisch-ungarisches Geschichtsbuch in Sicht Die Slowakei und Ungarn haben vor, ein gemeinsames
Geschichtsbuch herauszugeben, wie es die Premier Robert Fico und Ferenc Gyurcsány vereinbart haben. Das Finanzministerium der SR stellte dafür 100.000 SK zur Verfügung. Über den Inhalt des Lehrbuches
werden zwei Kommissionen entscheiden – eine slowakische und eine ungarische. Unterrichtsminister Ján Mikolaj hält jedoch dieses Geschichtsbuch für kein Lehrbuch. Ihm zufolge sei es nur eine Monographie.
Der Regierungsvizevorsitzende für Menschenrechte und Minderheiten Dušan ČCaplovičc sieht darin nur ein terminologisches Problem.
Wetteraussichten für Freitag
Wolkig, Frühtemperaturen zwischen -1 und -7, Tageshöchstwerte +1 bis +7 Grad.
Aktuelle Wechselkurse 1 EUR.........................33,66 1 USD.........................22,73
1 CHF.........................20,86 1 CZK...........................1,29 SKK. Angaben ohne Gewähr!
[31. 01. 2008]
Slowakei: Wir sparen doch!
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Slowakei: Wir sparen doch! Die Regierung hat auf
den Bewertungsbericht der Europäischen Kommission reagiert, nach dem die Slowakei das Wirtschaftswachstum besser nutzen, das Budgetdefizit rasanter senken und auf die Inflation achten sollte. Das
Finanzministerium und die Nationalbank der SR bezeichneten den Bericht als gewöhnlich. Der Sprecher des Finanzministeriums wies in diesem Zusammenhang auf das Defizit im Vorjahr hin. Das reale Defizit
war nämlich viel niedriger als geplant. Eine ähnliche Entwicklung wird auch dieses Jahr erwartet. Der EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung Joaquin Almunia hält die Inflation für das größte Risiko.
Damit scheinen auch mehrere slowakische Experten einverstanden zu sein. Die Nationalbank der SR und auch das Finanzministerium korrigierten deshalb ihre Schätzungen der Inflationsentwicklung für kommende
Jahre und erhöhten die geplanten Raten. Der slowakische Plan der Umstellung auf den Euro wird von den Finanzministern der EU-Länder und der Europäischen Zentralbank am 19. Februar bewertet. Bis zu diesem
Datum sollte Premier Robert Fico auf die Kritik der EK reagieren und zugleich die Schritte der Regierung zu einer höheren Fiskaldiziplin vorstellen, um die Bedenken von Brüssel zu beseitigen.
Historischer Kalender Am 31. Januar 1869 wurde im nordslowakischen Tvrdošín der Arzt, Schriftsteller und Anhänger des sog. Tolstoi-Pazifismus Andrej Škarvan geboren. Er studierte in Prag, wo er
mit philosophischen Ansichten des russischen Schriftstellers Lew Nikolajewitsch Tolstoi bekannt gemacht wurde. Wegen der Ablehnung des Mitlitärdienstes im Krankenhaus zu Košice wurde er verurteilt und
wurde ihm auch das Diplom entzogen. Später lebte er in der Emigration, eine kurze Zeit war er Leibarzt seines Idols Tolstoi. Škarvan übersetzte ins Slowakische den berühmten Roman „Die Auferstehung“. Zu
seinen bedeutendsten Werken zählen „Die Slowaken“, „Mein Lebenslauf“, „Meine Umwandlung“. Andrej Škarvan starb am 29. März 1926 im mittelslowakischen Liptovský Mikuláš.
Am 31. Januar 1989 starb
in Bratislava der Regisseur, Schauspieler und Pädagoge Jozef Budský. Seine Laufbahn startete er in Prag, wo er am 11. Juni 1911 geboren wurde. Seit 1935 wirkte er im Slowakischen Nationaltheater zu
Bratislava, wo er bis 1977 viele Werke heimischer und ausländischer Autoren inszenierte – Die weiße Krankheit von ČCapek, Das Abenteuer am Flußufer von Arbusov, Tschechows Iwanow, Tolstois Krieg und
Frieden und andere. Budský spielte auch in mehreren slowakischen Filmen – wie z. B. Kapitän Dabačc, Meister Henker, Die Braut der Almen. Jozef Budský unterrichtete jahrelang an der Hochschule für
musische Künste in Bratislava.
[31. 01. 2008]
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